Sensor Dogbone: Für trockene und gesunde Gebäude

Sensor Dogbone: Für trockene und gesunde Gebäude

Feuchtigkeit in Gebäuden gefährdet Material und Mensch: Der sprichwörtliche stete Tropfen lässt Beton und Stein erodieren, und Schimmelpilze schaden der Gesundheit. Die Metropolia Fachhochschule in Helsinki setzt auf passive RFID-Sensoren in Wänden, Dächern und Böden, um rechtzeitig vor Wasseransammlungen zu warnen.

 

Unerwünschtes Wasser im Gebäude kann zu strukturellen Schäden und starker Schimmelpilzbildung führen, was schwere Gesundheitsprobleme bei allen begünstigt, die sich regelmäßig darin aufhalten. Daher besteht ein großer Bedarf an Lösungen zur zuverlässigen und wirtschaftlichen Überwachung von Feuchtigkeit in Gebäuden.

 

Die Helsinki Metropolia University of Applied Sciences wurde von einem Programm der finnischen Regierung zur Förderung der Digitalisierung unterstützt und hat mehrere Projekte im Zusammenhang mit gesunden Gebäuden gefördert. "Wasserschäden sind ein beträchtliches Problem gerade hier in hier in Finnland, aber auch anderswo. Sie verursachen Mängel, deren Bewältigung wirklich teuer ist", erklärt Jarmo Tuppurainen, Technologiemanager an der Metropolia University. „Bislang war es sehr schwierig und kostspielig, die Ursachen der Probleme zu finden. Man musste Löcher in Strukturen bohren oder unzuverlässige Oberflächenmessungen durchführen.“ Diese Situation änderte sich erst durch die Markteinführung des ersten skalierbaren, passiven RAIN RFID (UHF) Inlays mit integriertem Feuchtesensor – Sensor Dogbone von Smartrac.

 

Feuchtemessung an kritischen Stellen

 

Metropolia hat kürzlich eine Lösung getestet, die auf passiven RFID-Sensoren in Wänden, Dächern und Böden beruht. Die Sensoren messen die Feuchtigkeit direkt an den kritischen Stellen, z.B. unter Fensteröffnungen. Da die Transponder passiv sind, benötigen sie keine Batterie und haben eine sehr lange Lebensdauer. Darüber hinaus sind sie einfach zu implementieren und kostengünstig genug, um sie in großem Maßstab einzusetzen. In einem Einfamilienhaus werden rund 15 Sensoren in Badezimmern und 20 in Außenanlagen wie Wänden und Dächern benötigt. Die Sensoren werden unter der Feuchtigkeitsisolierung eines Gebäudes platziert, weshalb sie während der Bauzeit installiert werden müssen. Bisher gibt es noch keine praktikable Möglichkeit, sie in bereits fertiggestellten Gebäuden einzusetzen. Bei Nachrüstungen oder Renovierungen ist der Einsatz der Sensoren jedoch recht einfach.


Vorteile für Bauherren, Käufer und Auftragnehmer
Laut Jarmo Tuppurainen hat der Bauherr in seiner Eigenschaft als Kostenträger den größten Anreiz, Feuchtesensoren installieren zu lassen. Auftragnehmer profitieren ebenfalls, da sie kontrollieren können, wie gut Subunternehmer ihre Arbeit verrichten. Darüber hinaus haben Versicherungsgesellschaften die Möglichkeit zu überprüfen, wo und wann ein Schaden entstanden ist, und wer die Verantwortung dafür trägt. Hauskäufer und Verkäufer können die Technologie ebenfalls nutzen. Wenn ein Haus gekauft oder verkauft wird, ist es beruhigend, den tatsächlichen Zustand von Badezimmern oder Dächern schon vor dem Kauf zu kennen. Gerade im eher feuchten Klima Finnlands sind Hauskäufer oft bereit, vor Gericht zu gehen, um eine Ermäßigung des Kaufpreises zu erstreiten, nachdem sie angeblich Schimmel oder Feuchtigkeit in ihrem neuen Zuhause entdeckt haben.


Das erste experimentelle passive RFID-Projekt von Metropolia konzentrierte sich auf die Technologie und ihre Machbarkeit und setzte RFID-Sensoren von Smartrac und anderen Herstellern ein. In zukünftigen Projekten wird untersucht, wie Sensordaten verschiedener Hersteller harmonisiert und in ein Gebäudeinformationsmodell (BIM) übertragen werden können.

Umfangreiches Portfolio an Sensor-Inlays und -Tags

Smartrac‘s Produktpalette an Sensor-Inlays und -Tags bietet mit einer wachsenden Auswahl an Antennen und Sensor-ICs modernste Technik mit großer Flexibilität zur exakten Messung von Feuchtigkeit und Temperatur in Industrie, Gesundheitswesen und vielen anderen Anwendungen. Erfahren mehr!

 

Der Artikel basiert auf einem Interview mit Aarni Heiskanen. Mit freundlicher Genehmigung von AEC-Business.com.